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Podcast Medienrecht Mobiles Mini-Seminar für Journalisten und Interessierte

Der "Podcast Medienrecht" des SAEK Professionell Chemnitz bereitet Wissen rund um das Medienrecht für Medienmacher und Interessierte auf. Experten kommentieren Beispielfälle und geben Tipps für die Praxis.

12.08.11, 12:37:44

Podcast Medienrecht Folge 27 Verbreiterhaftung


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Wenn Medien eigene Behauptungen verbreiten, müssen sie für deren Richtigkeit gerade stehen, insbesondere wenn Rechte Dritter berührt sind. So weit, so klar. Was aber ist, wenn Medien Behauptungen anderer verbreiten? Sind Journalisten auch für das verantwortlich, was Gesprächspartner in Interviews sagen? Müssen sie auch deren Aussagen auf Richtigkeit überprüfen, bevor sie sie verbreiten? Oder genügt es, sie klar als Zitate zu kennzeichnen und sich gegebenenfalls deutlich zu distanzieren? Die sogenannte Verbreiterhaftung war schon Gegenstand vieler medienrechtlicher Auseinandersetzungen. Die "Saarbrücker Zeitung" beispielsweise geriet mit dem ehemaligen "Focus"-Chefredakteur Helmut Markwort aneinander, weil die Zeitung ein Interview abgedruckt hatte, in dem der Kabarettist Roger Willemsen sich kritisch über Markwort geäußert hatte. Deutschlandradio legte sich mit VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech an, weil ein Piech-Biograph in einem Radiointerview Dinge über Piech gesagt hatte, die dem VW-Boss nicht passten. Und der Pressedienst epd medien bekam Ärger mit der rechtskonservativen Wochenzeitung "Junge Freiheit", weil er die Aussage eines Staatssekretärs weiterverbreitet hatte, die "Junge Freiheit" werde von der NPD gelenkt. In diesem Fall wollten die Kläger sogar eine Gegendarstellung durchsetzen. Der "Podcast Medienrecht" erklärt anhand dieser drei Beispielfälle diesmal die Rechtslage rund um die Verbreiterhaftung, die im Übrigen nicht nur bei Interviews, sondern zum Beispiel auch bei Werbespots und in Internetforen greifen kann.

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23.08.10, 15:37:20

Podcast Medienrecht Folge 26 Grenzen von Bundesliga Exklusivrechten


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Zum Start in die neue Bundesliga-Saison stellt der Podcast Medienrecht die Frage: Haben wir Deutschen ein Recht auf Bundesliga im Free-TV? Oder ist es rein rechtlich möglich, dass die Bundesliga nur noch im Pay-TV übertragen wird und man als Free-TV-Zuschauer nicht einmal mehr ausführliche Spielberichte sehen kann? Für die Saison 2009/2010 hatte die DFL den Versuch unternommen, einen solchen Exklusivdeal mit Leo Kirchs Agentur Sirius zu schließen. Dies hätte bedeutet, dass es die Bundesliga-Zusammenfassungen der Sportschau so nicht mehr gegeben hätte und die Fans komplett auf das Bezahlfernsehen hätten ausweichen müssen. Gibt es dafür eine rechtliche Grundlage? Und dürfen bei der exklusiven TV-Übertragung eines Spiels andere Konkurrenzsender trotzdem Tore und Ergebnisse vermelden, vielleicht sogar eigene Kamerateams in die Stadien schicken und ausgewählte Fernsehbilder von den Spielen senden - trotz der Exklusivvermarktung? Oder noch weiter zugespitzt: Dürfte ein Radiosender einfach so in der Redaktion eine exklusive Pay-TV-Übertragung laufen lassen und das Spiel in voller Länge on air live kommentieren? Der "Podcast Medienrecht" erläutert die Rechtslage.

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05.08.10, 16:10:39

Podcast Medienrecht Folge 25 Fall Kachelmann Verdachtsberichterstattung


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Als der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann im März verhaftet wurde, schlugen die Wellen hoch. Eifrig wurde über den Verdacht der Vergewaltigung gegen ihn berichtet, obwohl damals noch niemand einschätzen konnte, was an den Vorwürfen tatsächlich dran ist, ob Kachelmann länger in Untersuchungshaft bleiben würde und ob es überhaupt zu einer Anklage kommen würde. Klar sein musste jedoch allen Redakteuren, die den Vergewaltigungsvorwurf sofort im großen Stil verbreiteten: Bei derartig ausufernder Berichterstattung über den Verdachtsfall ist Kachelmanns Karriere fast zwangsläufig erledigt - egal, wie die Geschichte am Ende ausgeht. Dennoch schien kaum ein Redakteur mit dem Gedanken zu spielen, eine groß aufgemachte Verdachtsberichterstattung aus Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen zunächst zu unterlassen. Die "Tagesschau"- Redaktion, eine der wenigen Ausnahmen, musste sich in Blogs lautstarke Vorwürfe anhören, weil sie das Thema am Verhaftungstag nicht sofort in die Sendung nahm. Der Fall wirft fundamentale Fragen auf: Sind Journalisten nur für den Inhalt ihrer Berichte verantwortlich oder auch für die Folgen der Berichterstattung? Darf über jeden Verdacht hemmungslos und mit klarer Namensnennung berichtet werden, auch wenn dadurch Karrieren und Existenzen auf dem Spiel stehen? Ist eine identifizierende Verdachtsberichterstattung bei einem so vagen Erkenntnisstand zulässig oder kann der Betroffene im Nachhinein wirksam gegen entsprechende Medien vorgehen, wenn sich der Verdacht als falsch herausgestellt hat? Der "Podcast Medienrecht" erläutert die Rechtslage.

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24.02.10, 13:00:10

Podcast Medienrecht Folge 24 Indizierte Musik im Radio - Der Fall Rammstein


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Der Fall hat für Aufsehen gesorgt: Die Band Rammstein darf ihr aktuelles Album "Liebe ist für alle da" nicht mehr frei verkaufen, da die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien die CD wegen des Titels "Ich tu dir weh" auf den Index gesetzt hat. Textzeilen wie "Stacheldraht im Harnkanal" erschienen den Jugendschützern ganz klar als jugendgefährdend. Das Album darf nur noch an Über-18jährige verkauft werden. Für CD-Geschäfte ist also alles klar, aber wie sollten Radiosender mit der indizierten Musik umgehen? Die Bundesprüfstelle ist nur für Trägermedien zuständig, der Index gilt daher zunächst einmal nicht für den Rundfunk. Dürfte der Song "Ich tu dir weh", der weltweit (außer in Deutschland) als neue Single ausgekoppelt wurde, im Radio laufen - zum Beispiel nach 23 Uhr? Ähnliche Regelungen gibt es schließlich auch für FSK18-Filme im Fernsehen. Der "Podcast Medienrecht" geht dieser Frage nach.

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13.08.09, 15:42:52

Podcast Medienrecht Folge 23 Schleichwerbung in Testberichten


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Produkttests sind unter Ratgeber-Journalisten beliebt. Wenn die "Stiftung Warentest" oder Magazine wie "Finanztest" und "Öko-Test" neue Ergebnisse präsentieren, dann berichten auch Hörfunk und Fernsehen gern darüber. Oft bekommen die Sender sogar Presskits mit O-Tönen oder ganzen sendefertigen Beiträgen zu den neuesten Verbrauchertests geschickt. Wann aber ist hier die Grenze zur Schleichwerbung überschritten? Dürfen in Berichten über solche Warentests Markennamen genannt, Produkte beschrieben und Preise erwähnt werden? Wann gerät ein solcher Bericht vielleicht gar zur Schleichwerbung für das Test-Magazin? Ganz uneigennützig verschicken "Siftung Warentest" & Co die zum Teil aufwändig produzierten Presskits ja auch nicht an die Sender. Und können Unternehmen, die sich in einem Testbericht nicht ausreichend berücksichtigt oder ihr Produkt falsch dargestellt sehen, Ansprüche gegenüber dem Sender geltend machen? Der "Podcast Medienrecht" gibt anhand von zwei Beispielfällen Tipps, wie Ratgeber-Journalisten mit Verbrauchertests richtig umgehen. Als Experte kommt Rechtsanwalt Dr. Daniel Brückl zu Wort.

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